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Nachdem ich meine Bachelorarbeit im Februar 2015 abgegeben habe, stand für mich kurzzeitig die Frage im Raum – “Was nun?” Direkt ins Arbeitsleben oder die aktuellen Umstände bestmöglichst nutzen? Die Frage hat sich schnell beantwortet und die Entscheidung seht ihr in diesen Moment vor euch – ich habe mich für meinen persönlichen Jakobsweg von Deutschland nach Gibraltar, von Mai bis Dezember, von verschmutztem Wasser zu zwei Brunnen mit frischem Wasser entschieden. Ich bin jung, kam noch nicht groß rum in der Welt und hatte mein Studium gerade erfolgreich beendet. Abgesehen davon brauchte ich nach meinem Studium eine neue Herausforderung. Aber dieses mal nicht nur für meinen Kopf, sondern auch eine Sportliche! Nun aber weiter, mit meiner Beschreibung des Trips bevor ich gestartet bin und alles noch ungewiss war:

BrunnenDaraus entstand die Idee, nach Gibraltar zu laufen. Das sind fast 4.000 km, die ich von Mai bis spätestens Weihnachten 2015 zu Fuß zurücklegen möchte. Doch wenn ich schon so etwas “Krasses” mache, soll das Ganze auch einen Nutzen haben! Darum möchte ich mit meinem Lauf einen Brunnen in Cotonou (Benin), im Westen Afrikas finanzieren. Hintergrund ist, dass in Afrika über 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Sie verbringen viele Stunden damit Wasser aus Bächen, Seen oder Pfützen zu holen. Dieses Wasser enthält häufig Krankheitskeime, was nicht selten tödliche Folgen hat!

Beim Frühstück in meiner Werkstudentenzeit habe ich von meinem Vorhaben erzählt. Mein Chef war sofortKarte begeistert und meinte, dass wenn ich es wirklich durchziehen würde, er mich dabei unterstützt. Er war selber schon immer ein Weltenbummler und wäre sofort dabei gewesen, wenn da nicht die viele Arbeit wäre. Zumindest ist das seine Version, warum er mich auf meinem Fußmarsch nicht begleitet… An dieser Stelle möchte ich meinen Chef grüßen, da er im gleichen Atemzug nämlich noch meinte, ich würde es ohnehin nicht machen. Jetzt habe ich (mit Hilfe meines Bruderherzes) diesen Blog erstellt, habe einen Pilgerpass beantragt und bin auch ansonsten fleißig dabei, die Reise zu organisieren. Er zahlt mir nun also mit den anderen beiden Gründern von LChoice zusammen meine Ausrüstung, die ich für dieses Vorhaben benötige, wofür ich den Dreien sehr dankbar bin. Im Gegenzug besuche ich dafür ein paar Buchhandlungen, Buchmessen und was es nicht sonst noch so zum Thema Buch gibt.

Jetzt laufe ich also wirklich nach Gibraltar und sammel Spenden für den Brunnen. BeninWorauf ich mich da nur eingelassen habe? Aber am besten denke ich nicht an die knapp 4.000.000 Schritte, sondern daran, dass ich dabei helfen kann, etwa 1.000 Menschen in Cotonou, im Westen Afrikas, mit Wasser zu versorgen. Denn so vielen Menschen hilft in etwa ein einziger Brunnen und das Wasser für ihn befindet sich nur 50 Meter tief unter der Erde! Allerdings kann nur eine Tiefbohrmaschine solche Erd- und Gesteinsschichten durchdringen. Die Hilfsorganisation, mit der ich zusammenarbeite, heißt GAiN und hilft mit der nötigen Technik und Manpower beim Brunnenbau. Sie konnte bereits in über 75 Dörfern Brunnen einrichten und haben gerade den 1000. Brunnen in Afrika gebohrt.

GAINDie christliche Hilfsorganisation GAiN hat ihren Sitz in Gießen und leistet seit 1990 humanitäre Hilfe. Zuerst in Osteuropa und später auch in anderen Teilen der Welt. Bei GAiN arbeiten hauptamtliche Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer. Was ich cool finde, ist das sich alle Mitarbeiter durch einen eigenen Unterstützerkreis finanzieren, der gezielt für das Gehalt des Mitarbeiters spendet. Dadurch ist gewährleistet, dass eure Spenden auch wirklich zu 100% in den Brunnen gehen und nicht wie bei anderen großen Hilfsorganisationen in Unternehmensberater, die ihnen sagen, wie sie das Geld investieren sollen!

(Quelle zum Thema Afrika: http://www.gain-germany.org/)

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