lecka Dijoner Sempf

Am Sonntag ging es die ersten zwei Stunden nur bergab und es schien eine sehr beliebte Radstrecke gewesen zu sein. Nachdem mir gefühlte 100 Radler entgegen kamen, habe ich mich erst einmal versichert, dass ich nicht gerade auf der Tour de France Strecke laufe. Da ich gut gelaunt und voller Energie war, habe ich mich bei den mir entgegen kommenden Radfahrern an den Straßenrand gestellt und Laolawellen und Anfeuerungsrufe gestartet. Manche haben es mit Humor aufgefasst, andere wiederum hätten mir am liebsten eine reingehauen, wenn sie dafür nicht vom Fahrrad hätten absteigen und am Berg wieder anfahren müssen. Es war mal wieder außerordentlich heiß und die trockene Umgebung und Getreidefelder erinnerten schon sehr an Spanien, zumindestens an das Spanien wie ich es mir vorstelle, ich war ja noch nie da. Ich entschied mich nicht den Wanderweg zu wählen, sondern die Hauptstraße, zum einen war diese kürzer und zum anderen war es nahezu unmöglich sich da zu verlaufen. Meine Hoffnung, dass nicht viel Verkehr sei, da Sonntag war, ist im nachhinein eventuell ein wenig naiv gewesen unter anbetracht der Tatsache, dass Dijon eine Großstadt ist. Vollkommen fertig von der Sonne (es waren gefühlte 45 Grad) habe ich gegen 13 Uhr mein Hostel erreicht, wo ich dann erfuhr, dass man frühestens in zwei Stunden erst einchecken kann. Im Restaurant zum goldenen M mit kostenlosen WiFi und klimatisierten Essensraum, lies sich die Zeit allerdings gut überbrücken. Ich wurde missverstanden und war mit meinen 2 BigMacs, 2 großen Pommes und 2 großen Colas erst einmal gut bedient für den Rest des Tages. Zurück Im Hostel lernte ich dann Kim aus Korea kennen, der zuerst eine Woche in Italien und nun noch eine Woche in Frankreich ist. Außerdem war noch Magnun, ein Brasilianer auf meinem Zimmer, der nun aber in Frankreich studiert. Er hat mich zum zweit größten Oktoberfest der Welt in Brasilien eingeladen, woraufhin ich ihn erst einmal zum echten nach Deutschland einlud. An meinem freien Montag habe ich ein wenig die Stadt und das Museum für feine Kunst (wenn ich es richtig übersetzt habe) besucht. Außerdem habe ich mir eine neue Hose und zwei passende Shirts geholt und nun auch den letzten Rest in meinem Rucksack gewichtsoptimiert. Als ich dann allerdings die beiden Hosen hoch gehoben habe um das Gewicht zu vergleichen, stellte ich dann aber kein großen Unterschied fest, was ich einfach auf mein schlechtes “Schätzgefühl” geschoben habe. Außerdem gab es noch original Dijoner Senf, welcher die nächsten Tage mein Baguette verfeinern wird.

Heute habe ich mich spontan dazu entschlossen doch noch eine weitere Nacht in Dijon zu bleiben, da ich so schnell erst einmal kein Großstadtleben mehr haben werde. Dieses mal geht es aber auf einen Campingplatz, sodass ich zum einen etwas Geld saven kann, zum anderen liegt dieser auch näher an meinem Weg und ich kann morgen in aller Ruhe gegen 4 Uhr aufbrechen um wieder der Mittagshitze zu entgehen. Ich habe den heutigen Tag genutzt um meine Sonnenbrille reparieren und meine Schuhe flicken zu lassen und ich war beim Friseur. Liebe Frauen, ich kann euren Frust über Friseure die nur die Spitzen schneiden sollen und dann letztlich gefühlte 5cm abschneiden verstehen. Ich habe den Friseur/Babar auch an meinen Bart gelassen und die Arbeit von gut einem Monat ist nun hinüber. Nach dem ich den Schock mit meinen geliebten Haaren überstanden habe, muss ich nun das nächste Trauma verarbeiten. Ohh du grausame Welt, wieso tust du mir das nur an?!

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