Im Süden nichts Neues

Liebe Leute, nehmt es mir bitte nicht übel, aber die Luft ist gerade ein wenig raus. Die letzten zwei Tage ist aber ohnehin nicht viel passiert, vorgestern bin ich gegen halb 7 in Dijon losgelaufen. Aus Städten rauszufinden ist immer am schwersten, irgendwie hat es aber dann doch geklappt. Es standen rund 35 Km auf dem Plan, die ich eigentlich hoffte gegen Mittag zu erreichen. Letztlich war ich rund 11 Stunden unterwegs und unendlich froh, als ich endlich den Campingplatz erreichte, der zur Krönung auch noch viel weiter weg war, als gedacht. Zum Feierabend gab es eine Tüte Chips und zwei kühle Bierchen. Da ich heute die Sonne bestmöglichst vermeiden wollte, war ich noch früher aufgestanden und habe es geschafft kurz nach 05:30 Uhr zu starten. Um es dem Anlasser leichter zu machen und den Motor ein wenig zu schmieren, hat ein halber Liter Energydrink hergehalten um 6 Uhr dachte ich mir: “wenn die Temperaturen so bleiben wäre das perfekt!” um 8 Uhr sagte ich mir dann “Okay, das wäre dann so das maximum.” Wie befürchtet blieb es nicht bei den Temperatureren und es wurde wieder einmal unerträglich heiß. Heute kam ich aber wesentlich besser voran, sodass ich um 13 Uhr bereits meinen Campingplatz erreicht habe. Abgesehen davon das meine Beine mich zum Schluss mal wieder versucht haben umzubringen und ich von irgendetwas in die Hand gestochen wurde, war ich zufrieden und wurde auch gleich von einem deutschen Pärchen liebevoll Empfangen und mit gekühltem Bierchen empfangen. Alles in allem war es dann ja doch eigentlich ein guter Tag heute, auch wenn ich mich nicht danach fühle. Vielleicht unteranderem, weil morgen wenn ich Pech habe unter Umständen eine 40 Km Tour bevorsteht, die ich mir Momentan mit meinen Beinen nicht vorstellen kann. Aber egal, ich habe jetzt Feierabend und nutze das WiFi, welches im gesamten Ort zur Verfügung steht! Eine sehr coole Erfindung wie ich finde, warum wir soetwas in Deutschland eigentlich nicht? Oder gibt es bei uns Dorf-WiFi?

4 Responses to “Im Süden nichts Neues

  • Hallo Lukas
    Seid ich wieder zu hause bin,lese ich deine Beträge.

    Bei diesen Temperaturen muss ich oft an dich und an deinen immer noch viel zu schweren Rucksack denken.
    Du hast meine volle Hochachtung für deine Weg und was du bewegen willst.
    Bei diesen Temperaturen und Trockenheit kann man nur ahnen was es bedeutet für Wasser des täglichen Überlebens viele km laufen zu müssen

    Ich wünsche dir, auf dem Weg, das deine Füße dich nicht in Stich lassen und weitere liebe Menschen die dich begleiten.

    Liebe Grüß dein ” Mädel” Irmgard

    • lukesletter
      2 Jahre ago

      Hi Irmgard, freut mich von dir zu hören, ja da hast du Recht, wir hatten ja schon einen Eindruck davon bekommen wie wichtig Wasser doch ist, als wir verzweifelt mit gebrochenem Französisch auf der Suche nach diesem kostbarem Gut war und dennoch, war das nichts im Vergleich zu dem, was die Leute in Afrika durchmachen! LG aus Taize

  • Lieber Lukas,

    ich habe heute oft an dich gedacht! Bei uns war es heute ca. 39 Grad und wir haben unsere Bewegung auf ein Minimum reduziert… Allein bei dem Gedanken an deinen Rucksack wurde mir ganz schwindelig! Ich habe großen Respekt davor, was du machst und hoffe, dass du morgen genug Schatten, Rast und Wasser findest und auch die nächsten Tage unbeschadet überstehst! Wir denken an dich und die Zeilen aus dem Psalm: Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. ;) In diesem Sinne: Hol dir keinen Sonnenstich!

    Allerliebste Grüße aus Bonn!

    • lukesletter
      2 Jahre ago

      Hallo Maren, vielen lieben Dank, das ist ein sehr cooler Psalm und ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich am nächsten Tag nach dem Kommentar hier viel Schatten hatte :)) … LG aus Taize

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