Ich lebe noch!

Hallo meine lieben Freunde und Leser,

ich möchte mich zu Beginn erst einmal entschuldigen, dass ich nun schon seit längerem ohne Ankündigung nichts mehr von mir hab hören lassen, besonders bei denen die mir Nachrichten geschickt oder angerufen haben! Der Grund für mein spontanes und kurzfristiges Untertauchen war eine Kleinigkeit mit dem Namen “Leben”. Wie Einige vielleicht auf Facebook gesehen haben, hatte ich Sonntag vor 2 Wochen Santiago de Compostela erreicht, das Ziel derer, die sich auf den Jakobsweg befinden. Ich kam in Santiago mit Renilde, June, Rapha und Justus an, als ich die kathedrale nach 2790 Km das erste mal in voller Pracht mit ihrem Gerüst für Renovierungsarbeiten vor mir stehen sah, fühlte ich … nahezu nichts. Na klar war ich glücklich und stolz es bis hierhin geschafft zu haben, ein Endorphinenschub blieb allerdings aus. Nach einem Dönerteller wollten wir uns auf Unterkunftssuche machen. Den Messebesuch haben wir auf den nächsten Tag verschoben, da es bis zu den Türen voll war. Auf der Suche nach einer Albergue haben wir die Gruppe getroffen, mit denen wir in der Nacht zuvor auch zusammen gewesen sind. Es war genial in einer Gruppe von etwa 11 Leuten zwei Tage in Santiago zu verbringen. Die Unterkunftssuche für 11 Leute war nicht so schwer wie gedacht, da wir relativ schnell mit Hilfe von Air Bnb eine riesige Wohnung keine 500 Meter von der Kathedrale gefunden haben. Während 4 wieder Heim fliegen mussten, ist der Rest von uns nach Finisterra gelaufen, dem “Ende der Welt”.

Finisterra erreichten wir am 1. Oktober. Das Gefühl, als ich das erste Mal nach 5 Monaten Laufen das Meer sah war einfach nur unbeschreiblich!! Als Cederik, June und ich relativ spät das erste Mal an einen kleinen abgelegenen Sandstrand kamen, konnte ich nicht anders, als ins Wasser zu springen. Der Geschmack des Salzwassers liegt mir immer noch auf der Zunge und das Rauschen des Meeres im Ohr. Gemeinsam haben wir im Meer den Sonnenuntergang bestaunt und uns anschließend nass und mit Flip Flops an die letzten paar Kilometer gemacht um die Anderen zu erreichen, die glücklicherweise bereits eine Unterkunft reserviert hatten. Wir haben richtig Glück gehabt mit dem Wetter und konnten bei herrlichstem Wetter am Strand liegen, sodass das erste Mal richtiges Urlaubsfeeling aufkam. Es fiel richtig schwer sich nach dem Urlaub wieder zum Laufen aufzuraffen, aber wir haben es dann doch irgendwie  geschafft und befinden uns nun in Viana do Castelo, was sich bereits in Portugal befindet! Das heißt, ich habe damit mein fünftes Land betreten und nicht nur das, wir befinden uns sogar in einer anderen Zeitzone. Dieser Fakt sorgte anfangs für einige Verwirrungen und dafür, dass ich ungewollt um 06:30 statt 07:30 Uhr aufstand, weil sich mein Handy nicht automatisch umgestellt hat. Rapha, Renilde, June und mir geht es allen gut, das Wetter wird so langsam regnerischer, aber dennoch hatten wir bisher echt größtenteils immer Glück gehabt. Porto werden wir vermutlich am 14. Oktober erreichen und ab dann geht es alleine auf einen schlecht ausgeschilderten Weg und ohne portogisisch Kenntnisse zunächst erst einmal weiter nach Lissabon. Daran will ich jetzt aber noch nicht denken, sondern bis dahin jeden Moment noch genießen! … Bilder folgen wie immer sobald ich wieder gutes WIFI habe.

Liebe Freunde, macht es gut und danke für eure Unterstützung!
Liebe Grüße
Lukas

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