hola amigo, como estas?!

Freitag 5 Uhr in Saint Jean Pied de Port, mein Wecker klingelt ich mache ihn aus und bin sofort wach. Das ist meiner Vorfreude geschuldet, denn wenn ich mich auf etwas freue, bin ich wie ein kleines Kind und kann vor lauter Freude gar nicht mehr schlafen. Mein Wecker war übrigens auf mitten in der Nacht gestellt, weil ich der Langsamste beim Packen bin und nicht wollte, dass die Anderen warten müssen, also lieber ein wenig früher aufstehen und in Ruhe packen als mich später zu stressen. Rapha, Renilde und ich haben Ludo zurück gelassen, weil er noch andere Dinge erledigen musste. Meine Vorfreude ist kaum in Worte zu fassen, ich war wie ein kleiner Hund, der voller Energie alles erkunden wollte. An diesem Tag habe ich 10 % meiner gesamten Bilder von der gesamten Reise gemacht, nun habe ich von jedem Winkel ein Bild von den Pyrinäen. Während ich also Bilder machte zogen die anderen Beiden an mir vorbei und das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Was macht man also als junger Welpe voller Energie, na klar man rennt mit seinem 17 Kg Rucksack an ihnen vorbei die Pyrinäen hoch. Die Leute die ihren ersten Tag hatten müssen mich gehasst haben! Das ich 4-5 mal kurz vorm Kotzen war muss ja keiner wissen. Die Steigung war echt nicht ohne und wollte einfach nicht aufhören, aber ich habe jeden Moment genossen! Nach 1,5 Stunden hatten wir dann die ersten und schwersten 8 km gemacht und ca. 1000 Höhenmeter hinter uns gebracht. die 4 Monate Training für diesen Moment haben sich echt gelohnt! Es war einfach nur Atemberaubend noch einmal über Frankreich zu schauen und zurück zu blicken, was man bereits alles geleistet hat. In diesen Moment bin ich einfach nur glücklich gewesen, darüber, dass ich soweit gekommen bin, dass ich ohne Probleme und Pause die Pyrinäen mit einem 17 Kg Rucksack besteigen konnte und natürlich auch, dass ich die längste Etappe auf meiner Reise nun verlasse um nach Spanien zu kommen und damit wieder das absolut Unbekannte erreiche. Ich bin froh gewesen, dass ich mit den anderen Beiden nach Spanien gehen konnte und damit die Ungewissheit, Sorgen, aber auch schönen Ausblicke und genialen Momente dieser Etappe teilen konnte! In Spanien angekommen kamen wir allerdings alle recht schnell wieder runter und waren allesamt froh, dass wir einander hatten. Nachdem man in Frankreich in kleinen herzlichen Gites unterkam, fühlten wir uns in Spanien wie ein Massentierhaltungstier. Die Auberge hatte Platz für knapp 200 Leute, man füllt ein Formular aus, bekommt eine Bettnummer und nach dem wohl zweit schlechtesten Essen (nach lauwarmen Reis mit Pute für die Mikrowelle) gingen um Punkt 22 Uhr die Lichter aus. Die Nacht in einem 50 Mann Schlafsaal, die aus verschiedensten Gerüchen und Geräuschen bestand wurde schlag 6 durch das abrupte anschalten der Lichter unterbrochen und ich fing an einen Ausbruch aus dem Knast zu planen, der uns um 8 Uhr auch gelungen ist. Ich bin aber guter Dinge, dass Spanien genial werden wird, heute sind wir in Pamblona und lernen täglich neue, interessante, coole Leute kennen.

 

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One Response to “hola amigo, como estas?!

  • Die Pyrenäen haben mir auch gut gefallen. Allerdings hatte ich sehr starken Wind und später auch heftigen Regen. War aber ein tolles Abenteuer.

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