Die Heimat in der Ferne

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Nach einer wundervollen Nacht in der Gite Bellevue, welche ihren Namen alle Ehre gemacht hat, da sie sich in mitten auf einem Berg befand mit genialem Ausblick auf die Alpen, ähh Pyrinäen. Ich habe mir tatsächlich häufig gedacht, dass ich doch irgendwo falsch abgebogen bin und wieder im Allgäu gelandet bin. Die grünen Wiesen, welche mit Kühen und entsprechend vielen Kuhflaten gespickt sind und den Bergen im Hintergrund lies mich tatsächlich ein Stück weit so fühlen, als wäre ich daheim. Gestern bin ich dann also gegen 9 Uhr aufgebrochen und habe mich in Richtung Saint Jean Pied de Port gemacht. Es war wie angekündigt end heiß und ich hätte mein Vergangenheits Ich ohrfeigen können, dafür dass er sich noch einmal im Bett umgedreht hat, anstatt wie geplant um 6 Uhr aufzustehen. Aber wie dem auch sei, die ersten 20 Km habe ich ganz gut gemeistert und nach einer Pause im Schatten mich dazu entschlossen an dem Tag noch bis nach Saint Jean zu laufen. Ich hatte dabei im Hinterkopf, dass ich es mehr zu schätzen weiß, wenn ich dann ankomme im Gegensatz zu einem 15 Km Tag. Dem war auch so, die letzten Kilometer kam ich an einigen Campingplätzen vorbei, aber ich wollte an dem Tag noch ankommen, weshalb ich die 40 Km durchgezogen habe. Ich bin froh, es so gemacht zu haben, da Saint Jean Pied de Port an sich eher enttäuscht hat. Le Puy war einfach eine unfassbar schöne Stadt und man kam vom Berg in sie herein stolziert. Andere Städte hat man erst gar nicht gesehen und erst als man einen Berg überquert hat, haben sie sich einem aufgetan. Bei Saint Jean Pied de Port kam man einfach in einer nicht zu schönen Stadt an und das wars. Nichtsdesto trotz hatte ich, obwohl ich halb Tod war, ein Lächeln auf den Lippen, da ich einfach nur froh war es endlich geschafft zu haben! Aber dennoch hat mich die Stadt irgendwie runter gebracht, was wahrscheinlich zum einen an dem Massentourismus und zum anderen an den zu hohen Erwartungen lag. Ich fand glücklicherweise sofort eine Gite was nicht gerade ein Wunder war, denn ich glaube jedes einzelne Haus ist zu einer Gite gemacht wurde oder irgendeinen kleinen Laden. Also für 7  € unter freiem Himmel geschlafen und für 10  € ein Weinchen zum Feiern meines 2001. Km.

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(Kurz vor Saint Jean Pied de Port bei meiner Ankunft um 20 Uhr)

Heute traf ich Rapha, Ludo und Renilde wieder und habe den Tag mit ihnen verbracht. Da ich in der Nacht nicht viel geschlafen habe und bereits um 4 Uhr wach war, war ich den Tag über einfach nur tod müde und bin wie ein Zombie durch die Straßen gewandelt. Der Tag war einfach nur ein gammler Tag mit Wäsche waschen, essen, Postkarten kaufen und eigentlich auch Postkarten schreiben. Eigentlich. Ich habe Postkarten und Briefmarken im Wert von fast 50 € gekauft, die heute alle fertig gemacht werden sollten. Dummerweise scheine ich sie in meinem Zombiemodus in dem Wäschesalon vergessen haben und als ich nachgeschaut habe waren sie natürlich weg. Ich entschuldige mich bei allen die eine Postkarte erwartet haben, aber nachdem ich mich jetzt einmal überwunden habe mich an diesen Berg von Arbeit zu wagen und ein halbes Vermögen dafür ausgegeben habe, fürchte ich, dass ich keine mehr versenden werde. Die folgenden Personen können nun also eine wunderschöne imaginäre Postkarte von mir aus ihren Briefkasten holen:

Mama  & Papa
beide Omis
Tobias  & Maren
Sebastian  & Meike

David
Jay  & Karo
Alex  & Janina
Fitz
Annika
Marie
Louisa

Steve
Fuat
Milo

Dincer
Tarik

Rrezak

Hassanovic

Rasid

Serda

Serif

Süley

Olli
Xu
Josy
Stefan
Ferdi
Anette
Thomas

Die Jungs und Mädels von LChoice

und ein paar die mir gerade leider nicht einfallen, sorry ;)

One Response to “Die Heimat in der Ferne

  • Massentourismus in Saint-Jean-Pied-de-Port? Das sind primär Pilger! ;)

    Die Gîte Bellevue habe ich als eine der schönsten und freundlichsten in Erinnerung mit Marcel und Marie-Paule Gégu. :)

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