Die drei Säulen meiner Vorbereitung

Bisher bestand meine Vorbereitung aus 2 Hauptsäulen. Die erste war die Organisation der Reise, sprich Blog aufbauen, EC-Karte fürs Ausland beantragen, Pilgerpass beantragen, mich mit GAiN, der Hilfsorganisation abstimmen usw., usw. Die zweite, nicht ganz geplante, aber mindestens genauso wichtige Säule, war das Anfuttern eines Gegengewichts für den Rucksack, sodass alles schön im Gleichgewicht ist. Jetzt wo die zwei Säulen so langsam stehen, ging es heute das erste Mal an die dritte Säule – das Wandern.

Meine Mutter hing mir ohnehin schon in den Ohren: “Du willst aber schon vorher mal laufen, oder?” “Ich würde ja vorher mal ein wenig dafür trainieren.” “Jetzt lauf doch endlich mal!” … Nachdem heute mit über 20 Grad herrlichstes Wetter war und die Frau erfahrungsgemäß leider meistens Recht hat, ging es heute also das erste Mal los. Ich muss ja tatsächlich auch mal anfangen zu trainieren und außerdem erhoffe ich mir ein wenig Ruhe vor ihr, nachdem ich nun endlich mal gelaufen bin. Also Wandersocken & -schuhe an, Rucksack geschnappt, 2x 5 kg-Hantelscheiben rein, 2,5 Liter Wasser eingepackt und ab geht die Lutzi.

20150409_174615(1) (Copy)Top motiviert verliefen die ersten Kilometer super! Das Einzige, was frustrierend war, war, dass die alten Herren auf ihren Rädern, an denen ich normalerweise freundlich nickend vorbei düse, auf einmal an mir vorbei gedüst und am Horizont verschwunden sind. Aber daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Dafür ist mir positiv aufgefallen, dass man viel mehr von seiner Umgebung mitbekommt als beim Rad fahren. Leider war das nur ein schwacher Trost, da ich die Umgebung seit meiner Kindheit unzählige Male gesehen habe.

Nach knapp 10 km hatte ich dann so langsam gespürt, dass die Socken scheinbar doch20150409_161245 (Copy) nicht die richtigen waren. Ich hatte nämlich ein paar Paar Socken neu gekauft, aber auch ein oder zwei von meinem Dad im Schrank. Leider waren die, nach denen ich gegriffen habe zu groß, sodass sie während des Laufens meine Füße langsam aber sicher schön aufgescheuert haben. Als wäre es nicht schon schlimm genug gewesen, das erste Mal seit Monaten wieder Sport zu machen! Aber egal, ich hatte mein Ziel erreicht und bin wieder umgekehrt.

wpid-screenshot_2015-04-09-18-21-46.pngDie restlichen Kilometer waren eine Mischung aus: “Diese Socken bringen mich um”, “Du Idiot, du hast schon ewig keinen Sport mehr gemacht und musst es mal wieder übertreiben!” (Stichwort: Mann der Extreme, siehe about me) “Worauf habe ich mich nur eingelassen?”, und “Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klip klap…!” Nichtsdestotrotz, habe ich meinen Ausgangspunkt zum Schluss mehr oder weniger heil erreicht. Das Erste, was ich danach gemacht habe, war Säule zwei auszubauen, denn so bin ich, immer fleißig am arbeiten!

Fazit:

Es war doch wesentlich härter als gedacht! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass meine Fitness so im Keller ist. Auf der anderen Seite war ich nur knapp 4 Stunden unterwegs und habe fast 20 Km zurückgelegt. Okay einen Marathon gewinne ich damit nicht, aber für mich ist das eine solide Zeit. Besonders unter Anbetracht der Tatsache, dass ich auf meiner Reise den ganzen Tag zum Laufen habe!

2 Responses to “Die drei Säulen meiner Vorbereitung

  • Lieber Lukas,
    Nun habe ich endlich deine Blogseite gefunden.
    Ich finde es richtig toll, dass deine Träume verwirklichst und besonders dass du für einen guten Zweck läufst.
    Es gibt einen Wanderspruch der mir besonders gefällt:
    Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich !
    Ich wünsche dir von Herzen viel Freude an deinem Projekt, viele nette Begegnungen unterwegs, Bewahrung an Leib und Seele und besonders Gottes Segen und seine spürbare Nähe.
    Liebe Grüße
    Bettina

    • lukesletter
      3 Jahre ago

      Vielen Dank Bettina! Ich wünsche euch auch viel Kraft. Du kannst dem Thomas ja immer mal berichten, spätestens wenn der Brunnen finanziert ist ;)

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