Deutsche, Schweizer und Franzosen in dem irischen Frankreich

Gestern hätte ich schwören können, dass ich falsch abgebogen und in Irland gelandet bin! Wir sind in Nasbinals gemeinsam in der Früh gestartet während bereits die ersten Tropfen runter kamen. Es fiel mir den gesamten Tag schwer das Tempo der Gruppe zu halten. Nach ein paar Stunden haben wir dann Irland erreicht, zumindest gefühlt. der Nebel lies ein Stellenweise nur 50 Meter weit schauen, die Natur, der starke Nieselregen und die Kuhkacke auf dem Weg haben mich dann restlos davon überzeugt in Irland angekommen zu sein. Nach etwa 4 Stunden haben wir das 17 Km entfehrnte Saint Chely d´Aubrac erreicht. Wir haben gemeinsam eine Pause gemacht, etwas getrunken und gegessen und danach habe ich mich mit Lusi, die auch eine Pause brauchte von den Anderen verabschiedet. Ich hätte zwar schon noch die restlichen 16 Km laufen können, allerdings hat mir mein Körper gesagt, dass ich ein wenig langsamer machen sollte. Die Entscheidung fiel mir nicht so leicht, da es echt eine coole Truppe war und auch das Tempo einfach gestimmt hat, Lusi schien der Abschied allerdings wesentlich schwerer gefallen zu sein. Sie wollte noch in ein Internetcafe, während ich bereits in das Gite Communal gegangen bin um mich auszuruhen und das Internet zu nutzen, es war genial! Ich konnte auch bereits einige Bilder von den alten Beiträgen hochladen, also schaut doch ruhig noch einmal vorbei ;).

IMG_0998

Den heutigen Tag bin ich ganz entspannt angegangen und habe erst einmal die Zeit genutzt um meinen Rucksack auszumisten! Noch einmal knapp 2 Kg gehen nach Hause, darunter sind unter anderem mein Regenponcho und Regenhose, welche ich zwar gestern erst brauchte, allerdings war das auch das 2. Mal in den 90 Tagen. Man fängt an sich wirklich auf das Minimum zu reduzieren, weil der Körper auf Dauer dann doch unter dem hohen Gewicht leitet! Um 11:30 Uhr bin ich heute also ganz entspannt gestartet und habe es sehr genossen, selber zu entscheiden wann ich starte, wann ich Pause mache etc. Auf der anderen Seite war es aber auch wieder eine krasse Umstellung alleine zu laufen! Die Stille habe ich durch Singen oder Summen überwunden, was für mich irgendwie komisch war, da ich die Wochen davor fast immer alleine gelaufen bin. Nach ein paar Stunden habe ich dann auch schon die ersten Pilger eingeholt, was komisch war, denn die meisten starten eigentlich bereits gegen 8 Uhr. Zum Schluss traf ich auch eine zierliche Frau wieder (siehe Bild auf der linken Seite), mit der ich bereits gestern in einem Zimmer geschlafen habe. Ihr Rucksack ist größer und schwerer als sie selbst, zum Glück läuft sie nur eine Woche! Nachdem ich heute noch einmal 2 Kg Heim geschickt habe, wiegt ihr Rucksack mit 18 Kg nun mehr als meiner, nur das ich locker das doppelte von ihr wiege! Es ist interessant mal mit der langsameren Gruppe zu laufen, die so 15-20 Km am Tag machen, die anderen werde ich vermutlich nicht mehr einholen. Aber ich bin gespannt wen ich auf den Weg noch so interessantes treffen werde, bzw. wieder sehen werde. Es bleibt also spannend! :)

IMG_1021

IMG_1018

One Response to “Deutsche, Schweizer und Franzosen in dem irischen Frankreich

  • Ja, der Aubrac hat mich auch immer an Irland erinnert. Schade, ist dieser schöne Abschnitt nach nur etwa 20 Kilometern schon wieder vorbei. Du befindest dich im Moment eh auf einem der – meiner Meinung nach – landschaftlich schönsten Abschnitte des gesamten Weges bis Santiago/Fisterra.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>