Der erste Monat ist rum, Zeit für ein Resume!

Morgen haben wir Juni. Shit, morgen ist schon Juni! Das heißt ich bin mittlerweile ein Monat unterwegs. Im Gegensatz zu mir läuft die Zeit nicht, sondern sie fliegt. Wie im Fluge ist der erste Monat vergangen und mir ist bewusst geworden, dass ich nun seit ein Monat keinen festen Platz habe, an dem ich lebe, sondern einfach mal durch die Weltgeschichte ziehe – schon irgendwie cool wenn ich mir das mal so bewusst mache. Man läuft halt irgendwie einfach so vor sich hin und ratz fatz ist ein Monat rum und wenn ich drüber nachdenke, ist das Jahr nun auch schon fast wieder halb rum. Das war es auch, was mir schon immer Angst gemacht hat. Man lebt so vor sich hin und ehe man sich versieht, ist man mitte Zwanzig und hat man sein Studium in der Tasche. Danach ist man quasi über Nacht 40 und das Leben ist halb rum. Diese Vorstellung, dass das Leben an mir vorbei zieht während ich mich Woche für Woche nach dem Wochenende sehne fand ich schon immer sehr erschreckend.

 

Das war mit ein Grund für diese Aktion hier, man lebt zwar genauso vor sich hin, ERlebt aber mehr als im normalen Berufsleben. Nach 31 Tagen habe ich rund 360 km auf dem Tacho. Das ist zwar nicht einmal ansatzweise das, was ich in der Zeit eingeplant hatte, allerdings liegt das nicht zuletzt an der 8 tägigen, nennen wir es “kreativen Schöpfungspause” bei meinen Cousinen in Frankfurt und Mainz. Zähle ich nur die Tage, an denen ich auch tatsächlich gelaufen bin, habe ich im Schnitt am Tag 18 km geschafft. Damit bin ich absolut zufrieden, da ich null trainiert gewesen bin und mir 20 km am Tag als Vorgabe gesetzt habe. Voraussichtlich werde ich nächste Woche mit einem Freund einen Abstecher für 4 Tage nach Luxemburg machen, wo ich ihn zuhause besuche. Danach sind aber erst einmal keine weiteren längeren Pausen eingeplant.

 

Nach meinem Motivationstief in Mainz, kann ich nun sagen, dass ich wieder Top motiviert bin, was unter anderem daran liegt, dass ich seit einer knappen Woche hauptsächlich durch Natur und nicht durch urbane Gegenden laufe! Die Routine ist eingekehrt und ich habe nun auch registriert, dass mein Alltag von nun an aus laufen und schlafen besteht. Was mich ein wenig nervt ist, dass es gefühlt 20-30 km nördlich und südlich von meinem Weg nur so wimmelt von Campingplätzen, auf meiner Strecke aber kein einziger ist. Diese Tatsache frisst recht früh schon an meinem kleinen Pölsterchen, was ich mir vorher geschaffen hatte. Aber wir haben ja gelernt positiv zu denken und das ist in diesem Falle, dass mir die Umstellung so ein wenig leichter fiel. Ich bin also soweit zufrieden und zitiere gerade mal einen älteren Herrn, der mir gerade gegenüber sitzt: “Wenn du bis zum Kopf in der Scheiße steckst, solltest du den Kopf nicht hängen lassen!” Also in diesem Sinne immer positiv denken und zufrieden sein mit dem was man hat und auch was man erreicht hat!

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