100 Tage nach verlassen meiner Komfortzone

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Heute vor 100 Tagen und 1600 Km habe ich komplett untrainiert zu Fuß mein bequemes Heim verlassen um mich auf meine rund 4000 Km lange Reise zu begeben. Eine Reise, auf der ich sehr viele neue Leute kennenlerne, auf der ich meine Vorurteile über Franzosen über Bord werfe, auf der ich feststelle, das Grenzen nur auf der Karte existieren und mir noch einmal verdeutlicht wie unsinnig Rassismus ist, eine Reise mit atemberaubender Natur, schweißtreibenden Etappen und wie im normalen Leben auch, mit Höhen und Tiefen. Diese Reise bringt mich an meine Grenzen, nicht nur sportlich, sondern vor allem mental! Ich verfluche jeden Tag, nur um rückblickend festzustellen, dass es einfach nur genial war. Auch wenn ich am liebsten pausieren würde, so treibt mich das Ziel vor Augen voran. Es sind noch knapp 380 Km bis zur spanischen Grenze, was in etwa die Hälfte darstellt. Von da aus sind es noch rund 800 Km bis nach Santiago. Die Strecke von Santiago nach Gibraltar kenne ich noch nicht, ich vermute aber, dass es so um die 1200 Km schätzungsweise sind. Das ist es übrigens, was es für mich so hart macht, ich sehe, was ich bereits geleistet habe, ich weiß wie schwer es für mich war und weiß auch, dass es nicht einmal die Hälfte ist. Wie würde meine Oma jetzt so schön sagen: “So Gott will, werde ich aber auch den Rest noch schaffen!” Aber im Ernst Leute, ich weiß, dass ich es schaffe und habe keinerlei Zweifel daran! Ich weiß auch, dass wir es schaffen den Brunnen zu finanzieren, wir sind so viele, uns geht es verhältnismäßig so gut und für nur 7,50 € (was wie ich gelernt habe nicht einmal ein Döner in der Schweiz ist) erhält ein Mensch Zugang zu sauberem Wasser! Ja richtig, ein Mensch, so wie du und ich, ein Mensch, der zwar vielleicht eine andere Hautfarbe hat und auf einen anderen Kontinent lebt, dessen Leben aber nicht einen Penny weniger Wert ist als unseres. Also kommt und motiviert eure Bekannten, Kollegen, Freunde und Verwandte und spendet, macht Kuchenverkäufe, sammelt Spenden in euren Gottesdiensten und was es nicht noch alles für Möglichkeiten gibt. Es liegt in unserer Hand nicht nur traurige Beiträge auf Facebook zu liken und uns darüber aufzuregen, wie unfair die Welt doch ist, wir können maßgeblich dazu beitragen sie zu verbessern und das mit verhältnissmäßig geringem Aufwand!

2 Responses to “100 Tage nach verlassen meiner Komfortzone

  • Anne-Katrin
    2 Jahre ago

    Guten Morgen Lukas, super Beitrag! Da kommt Kraft, Überzeugung und Motivation zum Ausdruck. Weiter so! Hab Deinen Beitrag gleich bei uns auf Facebook gestellt. Gottes Segen Dir für diesen Tag! Gruß, Anne-Katrin von GAiN

  • Hi Lukas,

    ich bin durch die Alheimer Nachrichten auf Dein Projekt gestossen und finde es richtig toll! Seit ein paar Tagen verfolge ich nun Deine Beiträge und weil die letzten so spannend waren, habe ich die ersten auch noch gelesen. :)
    Gottes Segen für Deinen Weg –> Philipper 4,13

    Liebe Grüße aus der Friedhofstraße ;)

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